Fliegermütze: Was die Mütze mit Ohrenklappen bei Kälte, Jagd und Arbeit leistet
Eine Fliegermütze gehört zu den Kopfbedeckungen, die man erst richtig schätzt, wenn am Hochstand der Wind pfeift oder beim Holzmachen in der Früh die Ohren brennen. Die Mütze mit den Ohrenklappen schützt Ohren, Wangen und Nacken, also genau die Stellen, an denen eine gewöhnliche Haube oder Kappe aufhört. Was eine Fliegermütze von anderen Wintermützen unterscheidet, worauf Sie bei Material, Futter, Verschluss und Größe achten sollten und für welche Einsätze sie sich besonders eignet, erfahren Sie in diesem Beitrag. Dazu zeigen wir Ihnen, welches Modell Sie bei uns im Mostviertler Trachtenhaus und im Onlineshop finden.
Was ist eine Fliegermütze?
Die Fliegermütze ist eine eng anliegende Mütze mit seitlichen Ohrenklappen, die sich unter dem Kinn schließen lassen. Ihren Namen hat sie von den Hauben der frühen Piloten, die in offenen Flugzeugen Kopf und Ohren gegen Fahrtwind und Kälte schützen mussten. Aus dieser Herkunft stammen die Merkmale, die eine Fliegermütze bis heute ausmachen: ein fester Sitz am Kopf, Klappen über den Ohren und ein warmes Futter auf der Innenseite.
Im Alltag ist die Fliegermütze längst vom Flugfeld in den Wald, auf die Baustelle und auf die Winterwanderung gewandert. In manchen Gegenden heißt sie auch Fliegerhaube oder einfach Mütze mit Ohrenklappen. Gemeint ist immer dasselbe Prinzip: Die Klappen werden bei Bedarf heruntergeklappt und geschlossen, bei milderem Wetter nach oben geklappt und am Scheitel befestigt. So haben Sie mit einer einzigen Mütze zwei Möglichkeiten, je nachdem, wie kalt und windig es gerade ist.
Fliegermütze, Haube oder Kappe: der Unterschied
Eine gestrickte Haube wärmt gut, solange es windstill ist. Sobald Wind aufkommt, zieht er durch die Maschen, und die Ohren kühlen trotz Haube aus. Eine Kappe mit Schirm schützt die Augen vor Sonne und Regen, lässt Ohren und Nacken aber frei. Die Fliegermütze schließt genau diese Lücke: Das dichte Obermaterial hält den Wind ab, die Ohrenklappen liegen direkt an und decken auch den Übergang zum Jackenkragen ab.
Wer viel draußen ist, wechselt deshalb je nach Jahreszeit. An milden Herbsttagen reicht eine Kappe oder ein leichter Hut, im Spätherbst eine Fleece- oder Strickhaube, und wenn im Jänner der Wind über die freien Felder geht, kommt die Fliegermütze zum Einsatz. In unserer Jagdabteilung finden Sie diese Varianten nebeneinander, damit Sie direkt vergleichen können, was zu Ihrem Einsatz passt.
Material und Membran: worauf es bei einer Fliegermütze ankommt
Ob eine Fliegermütze bei Kälte wirklich hilft, entscheidet zuerst das Obermaterial. Ein dicht gewebter Stoff hält den Wind besser ab als ein lockeres Gestrick. Bei Modellen für draußen liegt oft eine Membran zwischen Obermaterial und Futter. Sie lässt Wasserdampf vom Kopf nach außen, hält Wind und Regen aber draußen. Das ist wichtig, weil der Kopf auch bei Kälte schwitzt, etwa beim Aufstieg zum Hochsitz oder bei körperlicher Arbeit im Wald. Ohne Membran wird das Futter feucht, und eine feuchte Mütze wärmt deutlich schlechter.
Für die Wärme sorgt das Futter. Häufig ist es ein Kunstfell, das Luft einschließt und sich weich an Stirn und Ohren legt. Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Futter auch in den Ohrenklappen vorhanden ist, denn gerade dort wird es sonst schnell kalt. Ein Blick auf das Etikett lohnt sich ebenfalls: Dort steht, aus welchen Fasern Obermaterial, Membran und Futter bestehen, und wie die Mütze gepflegt werden soll.
Die Ohrenklappen: Verschluss und Handhabung
Die Ohrenklappen sind das, was eine Fliegermütze ausmacht, und gleichzeitig das Detail, bei dem sich die Modelle am deutlichsten unterscheiden. Drei Fragen helfen bei der Auswahl:
- Wie wird geschlossen? Ein Kinnriemen mit Schnalle lässt sich auch mit Handschuhen gut bedienen. Ein Klettverschluss geht schnell, kann sich aber in Schal oder Wollpullover verfangen.
- Wie bleiben die Klappen oben? Ein Knopf oder eine Schlaufe am Scheitel hält die Klappen an ihrem Platz, wenn Sie sie bei milderem Wetter nicht brauchen.
- Wie weit reichen die Klappen? Gute Klappen decken die Ohren vollständig ab und reichen bis zum Kiefer, damit auch bei Seitenwind keine Lücke entsteht.
Für die Jagd kommt ein weiterer Punkt dazu: Mit heruntergeklappten Ohrenklappen hören Sie leiser. Viele Jäger tragen die Klappen deshalb auf dem Weg zum Ansitz unten und klappen sie am Stand nach oben, sobald es darauf ankommt, jedes Geräusch aus dem Revier mitzubekommen. Ein Verschluss, der sich mit einer Hand öffnen lässt, ist dabei ein echter Vorteil.
Die Fliegermütze bei der Jagd
Am Hochstand bewegen Sie sich stundenlang kaum, und genau dann kühlt der Körper am schnellsten aus. Ein ungeschützter Kopf macht sich dabei schnell bemerkbar. Eine Fliegermütze in gedeckter Farbe wie Oliv passt zur übrigen Jagdbekleidung und fällt im Revier nicht auf. Mit ihrem anliegenden Schnitt stört sie auch beim Anschlagen nicht, weil kein Schirm und keine breite Krempe im Weg sind.
Ein warmer Kopf allein macht allerdings noch keinen warmen Ansitz. Ihre Stärke spielt die Fliegermütze im Zusammenspiel mit einer winddichten Jacke mit hohem Kragen aus. Wie Sie dafür die passende Jacke finden, lesen Sie in unserem Beitrag über die Lodenjacke für Herren.
Bei Drück- und Bewegungsjagden gelten oft eigene Vorgaben zur Signalfarbe. Hier ist eine Mütze in Signalfarbe oder eine Wendemütze die bessere Wahl. In der Kategorie Kappen und Hauben finden Sie beides, sodass Sie für den Ansitz und für die Gesellschaftsjagd jeweils das Passende haben.
Für Arbeit, Forst und Winterwanderung
Nicht nur Jäger greifen zur Fliegermütze. Beim Holzmachen, beim Schneeräumen, bei der Stallarbeit oder auf dem Weg zur Arbeit an einem kalten Wintermorgen ist sie ebenso praktisch. Wer im Mostviertel im Winter auf den Feldwegen unterwegs ist, kennt den Wind, der über die offenen Flächen zieht. Genau dort zeigt die Fliegermütze, wofür sie gemacht ist.
Beim Winterwandern hat es sich bewährt, die Klappen bei Anstiegen hochzuklappen und erst bei Pausen oder am Gipfel herunterzulassen. So schwitzen Sie weniger und kühlen danach nicht aus. Ein Hinweis für die Arbeit im Wald: Unter einen Schutzhelm passt eine gefütterte Fliegermütze meist nicht. Dort ist eine dünne Haube die bessere Lösung, die Fliegermütze kommt dann für den Heimweg zum Einsatz.
Die richtige Größe finden
Eine Fliegermütze soll fest sitzen, ohne zu drücken. Ist sie zu weit, kriecht der Wind unter den Rand und die Klappen liegen nicht an den Ohren an. Ist sie zu eng, drückt sie nach einiger Zeit an der Stirn. Messen Sie Ihren Kopfumfang mit einem Maßband etwa einen Fingerbreit über den Augenbrauen und knapp über den Ohren. Liegen Sie zwischen zwei Größen, wählen Sie eher die größere, weil das Futter innen Platz braucht.
Am sichersten ist die Anprobe. Im Geschäft in St. Georgen am Ybbsfelde können Sie die Mütze gemeinsam mit Ihrer Jagd- oder Winterjacke probieren und gleich sehen, ob Kragen und Ohrenklappen gut zusammenspielen. Wenn Sie eine bestimmte Größe anprobieren möchten, rufen Sie am besten vorher kurz an.
Die Fliegermütze OS 50 Miporex bei Preßl
Im Onlineshop führen wir die Fliegermütze OS 50 Miporex in der Farbe Oliv und den Größen S bis XL. Das Obermaterial besteht aus 70 % Baumwolle und 30 % Polyester. Darunter liegt die Miporex-Membran, die die Mütze laut Hersteller atmungsaktiv sowie wind- und wasserdicht macht. Innen ist sie mit Kunstfell gefüttert. Die Ohrenklappen lassen sich unten mit einer Schnalle schließen und oben mit einem Knopf fixieren, wenn Sie sie gerade nicht brauchen.
Damit bringt das Modell genau die Punkte mit, auf die es bei einer Fliegermütze ankommt: ein winddichtes Obermaterial mit Membran, ein warmes Futter und einen Verschluss mit Schnalle statt eines kleinen Druckknopfs. Sie bestellen die Mütze bequem in unserem Onlineshop oder probieren sie bei uns im Geschäft.
Übrigens: Für festliche Anlässe in Tracht ist die Fliegermütze nicht gedacht. Dafür beraten wir Sie gern bei unseren Trachten, zu denen auch passende Hüte gehören.
Häufige Fragen zur Fliegermütze
Wie warm ist eine Fliegermütze?
Das hängt vor allem vom Futter und vom Obermaterial ab. Ein Kunstfellfutter schließt viel Luft ein und wärmt dadurch gut, ein winddichtes Obermaterial verhindert, dass die Wärme vom Wind weggetragen wird. Im Vergleich zu einer Strickhaube spielt die Fliegermütze ihren Vorteil vor allem bei Wind aus.
Kann ich eine Fliegermütze bei Regen tragen?
Ja, wenn sie eine Membran hat. Die Fliegermütze OS 50 Miporex ist laut Hersteller wind- und wasserdicht. Modelle ohne Membran saugen sich bei Regen dagegen voll und verlieren dann einen Teil ihrer Wärme.
Ist eine Fliegermütze für die Jagd geeignet?
Für den Ansitz ist sie eine sehr gute Wahl, besonders in gedeckten Farben wie Oliv. Bei Drück- und Bewegungsjagden sind oft Signalfarben vorgeschrieben, dafür eignet sich eine Signal- oder Wendemütze besser.
Wohin mit den Ohrenklappen, wenn ich sie nicht brauche?
Bei den meisten Fliegermützen werden die Klappen nach oben geklappt und am Scheitel mit einem Knopf oder einer Schlaufe befestigt. Bei der Fliegermütze OS 50 Miporex übernimmt das ein Knopf.
Kann ich die Fliegermütze auch im Geschäft kaufen?
Ja. Neben dem Onlineshop können Sie die Mütze im Mostviertler Trachtenhaus in St. Georgen am Ybbsfelde anprobieren. Wenn Sie eine bestimmte Größe suchen, rufen Sie uns am besten vorher an.
Fazit: warme Ohren, auch wenn der Wind geht
Eine Fliegermütze ist die richtige Wahl, wenn es nicht nur kalt, sondern auch windig ist. Entscheidend sind ein dichtes Obermaterial, am besten mit Membran, ein warmes Futter und Ohrenklappen, die sich einfach schließen und hochklappen lassen. Für den Ansitz, die Arbeit im Freien und die Winterwanderung ist sie damit eine praktische Ergänzung zu Haube und Kappe. Im Mostviertler Trachtenhaus der Preßl GmbH in der Gewerbestraße 18, 3304 St. Georgen am Ybbsfelde, beraten wir Sie gern. Rufen Sie uns an unter +43 7472 25902 oder schreiben Sie an office@pressl.cc.
